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Wie entfernt man Flecken vom Teppichboden?

Bei der Entfernung von Flecken im Teppichboden gilt generell: Je schneller, desto besser! Denn wenn der Fleck erst eingetrocknet ist, lässt er sich umso schwerer beseitigen. Dazu kommt, dass eine dauerhafte Verschmutzung nur vermieden werden kann, wenn der Fleck sorgfältig und mit Geduld entfernt wird. Da die Pflegehinweise je nach Teppichart variieren, ist es wichtig die Anweisungen der einzelnen Hersteller zu beachten. Generell gilt aber, dass ein direktes Auftragen der Fleckenmittel auf den Teppichboden vermieden werden sollte. Stattdessen sollte die verschmutzte Stelle mithilfe eines Baumwoll- oder Papiertuchs vorsichtig – von innen nach außen – abgetupft werden. Bitte verwenden sie keine Bürsten o.Ä., da die Verschmutzung so nur verstärkt wird und die Oberfläche irreparabel zerstört werden kann. Ferner sollten tensidarme Reinigungsprodukte verwendet werden. Je nach Reinigungsart unterscheiden sich die Vorgehensweisen:

Flecken auf Wasserbasis vom Teppichboden entfernen

Den Fleck sofort mit einem saugfähigem Tuch aufnehmen und dabei nicht reiben. Das Tuch gegebenenfalls auswechseln, wenn es vollgesogen ist. Flecken, die wenn sie eintrocknen zur Verkrustung neigen, ebenfalls erst mit saugfähigen Tüchern aufnehmen und anschließend die Fläche vorsichtig mit einem feuchten Baumwolltuch abwischen um die klebrige Substanz zu entfernen. Hiernach mehrere Schichten Papier- oder Baumwolltücher auf den Fleck legen und (z.B. mit einem Buch) beschweren. Nach einer Zeit von 24 Stunden sollte die verschmutzte Stelle absaugt werden. Erst wenn der Fleck immer noch vorhanden ist, die Stelle mit einem speziellen Fleckenentferner bearbeiten. Bei Rotwein- oder Kaffeeflecken hilft ein bleichend wirkender Fleckenentferner um die Spuren zu beseitigen.

Flecken auf Fett- / Öl-Basis vom Teppichboden entfernen

Waschbenzin zur Reinigung auf Baumwolltüchern auftragen und die Verschmutzung durch vorsichtiges Tupfen entfernen.

Feste Flecken entfernen

Feste Flecken wie z.B. Kaugummi lassen sich am besten mit Vereisungsspray entfernen. Dabei wird die Verunreinigung eingefroren und anschließend zersplittert und abgesaugt. Kerzenwachs lässt sich mit Löschpapier und einem Bügeleisen (niedrige Temperatur) vom Teppich entfernen. Im Anschluss daran die verunreinigte Stelle mit einem in Waschbenzin getränktem Baumwolltuch nachbehandeln.

In einem Abstand von 6 bis 24 Monaten sollte eine Grundreinigung des Teppichbodens erfolgen. Dabei gibt es bestimmte Verfahren der Teppichbodenreinigung, die sich je nach Art und Material der Auslegeware unterscheiden. Im Folgenden werden die wichtigsten Verfahren kurz vorgestellt:

1. Shampoonierverfahren: (mäßig geeignet für Schlinge und Velours; nicht geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn und Sisal/Kokos) Das Shampoonierverfahren basiert auf der Verwendung einer Tensidlösung, die unter starker Schaumentwicklung auf dem Bodenbelag verteilt wird. Dabei werden Einscheibe- oder Mehrscheibemaschinen verwendet mit deren horizontal drehenden Borstentellern die Lösung in den Teppichboden eingearbeitet wird. Die Borsten können aus Kunststoff oder Naturfasern bestehen. Der restliche Schmutz wird im Anschluss ausgespült (siehe auch Sprühextraktionsverfahren).

2. Sprühextraktionsverfahren: (mäßig geeignet für Schlinge und Velours; nicht geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn und Sisal/Kokos) Das Sprühextraktionsverfahren stellt eine Sonderform des oben dargestellten Shampoonierverfahrens dar. Dabei wird die Lösung unter starkem Druck aus einer Düse erst aufgesprüht und im Anschluss mit der Absaugdrüse des gleichen Geräts wieder aufgesaugt. Die dreckige Flüssigkeit wird dabei in dem Schmutzwassertank des Geräts gesammelt. Nach einer Trocknungszeit von 10 bis 18 Stunden kann der Teppichboden wieder normal genutzt werden.

3. Trockenextraktion: (mäßig geeignet für die Schlinge; gut geeignet für Velours; nicht geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn und Sisal/Kokos) Bei der Trockenextraktion handelt es sich um eine Reinigung durch Schrot oder Granulat, das mithilfe einer Bürstmaschine in den Teppich eingearbeitet wird. Im Boden angekommen, lösen die mit Reinigungsmittel beladenen Materialien den Schmutz und binden ihn anschließend mittels Adsorption an das Reinigungsgranulat. Das Granulat wird dann mit einem Bürstsauger abgesaugt.

Herstellerspezifische Verfahren

Die nachfolgend aufgelisteten Verfahren sind eigenständig von Herstellern entwickelte Techniken zur Reinigung von Teppichböden:

4. Rotowashverfahren: (gut geeignet für die Schlinge; mäßig geeignet für Velour; nicht geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn und Sisal/Kokos) Das Rotowashverfahren wurde von Rotowash entwickelt, einem Hersteller von Teppichreinigungsmaschinen und Zubehör. Es handelt sich hierbei um eine Sonderform des bereits vorgestellten Shampoonierverfahrens. Dabei wird eine verdünnte Tensidlösung anhand einer Drüse in den Boden gesprüht und anschließend durch die beiden Bürstenwalzen des Geräts tief in den Teppichboden eingearbeitet. Eine Walze sorgt gleichzeitig dafür, dass die Flüssigkeit in einen Auffangbehälter gebracht wird. Im Vergleich zum Shampoonierverfahren wird hier sehr wenig Wasser benutzt, was sie Trocknungszeit auf 1 bis 2 Stunden reduziert.

5. Allroundcleaner-Verfahren: (gut geeignet für die Schlinge; mäßig geeignet für Velours; nicht geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn und Sisal/Kokos) Ähnlich wie das Gerät des Herstellers Rotowash, arbeitet der Allroundcleaner mit zwei gegenläufig rotierenden Walzenbürsten, die den Bodenbelag entweder nass oder trocken reinigen können. So können Teppichböden schnell bearbeitet werden und die Säuberung reicht zusätzlich tiefer als ein Bürsten-Staubsauger.

6. Das Trockenschaumverfahren: (mäßig geeignet für die Schlinge; gut geeignet für Nadelfilz/Kugelgarn; nicht geeignet für Velours und Sisal/Kokos) Der Hersteller von Schrader hat ein Reinigungsverfahren entwickelt, das mit einer horizontal ausgerichteten Bürste den Trockenschaum in den Boden einarbeitet. Der Schmutz wird hierbei von dem detergenzhaltigen Schaum gelöst und von derselben Maschine wieder aufgenommen und im Tank gesammelt. Dieses Verfahren weist den gleichen Vorzug wie die Rotowash-Methode auf: Die verschmutzte Fläche ist – aufgrund der gering verwendeten Wassermenge – nach wenigen Stunden bereits wieder trocken.

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