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Heimwerkertipps / DIY

Parkettboden – verkleben oder schwimmend verlegen?

Parkettboden – verkleben oder schwimmend verlegen?

Nahezu mit keinem anderen Bodenbelag kann man so einen guten Geschmack und Stilsicherheit beweisen, wie mit der Verlegung eines Parkettbodens. Die Ursache hierfür ist das Zusammenspiel des breiten Spektrums an Designs und Dekoren, das eine individuelle Gestaltung der Räumlichkeiten ermöglicht und die Robustheit von Parkettböden, wonach Parkett hohe Beanspruchungen toleriert und deshalb nicht nur in hochfrequentierten Räumen genutzt werden kann, sondern auch in stark genutzten Räumen wie dem Flur oder Wohn- und Esszimmerbereich Anwendung finden kann. Darüber hinaus kann der Echtholzfußboden bei der richtigen Pflege sogar ein Leben lang halten.

Für den Fall, dass Sie Parkett verlegen möchten oder einen Fachmann mit der Verlegung beauftragen möchten, sollten Sie sich im Vorfeld darüber informieren, was Sie vor, während und nach der Verlegung beachten müssen.

Vorbereitung des Unterbodens

Zu Beginn muss der Estrich und Unterboden entsprechend vorbereitet werden, damit der Parkettboden fachgerecht verlegt werden kann. Orientierung hierfür liefern die DIN 18365 für Bodenbelagsarbeiten und die DIN 18356 für Parkettarbeiten, wonach bei Einhaltung dieser Normen Parkett auf den verschiedenartigsten Unterböden wie bspw. PVC, Nadelfilz oder Steinboden verlegt werden kann. Die drei wichtigsten Prüfgrößen für die Verlegung stellen die Ebenheit, Festigkeit und Feuchtigkeit des Estrichs bzw. des anderweitigen Unterbodens dar.

Die Ebenheit des Estrichs bzw. des anderweitigen Unterbodens sollte zunächst mit einer Richtlatte oder einem Messkeil kontrolliert werden. Weicht der Untergrund von der Norm ab, muss dieser zwingend begradigt werden, um bei der folgenden Verlegung des Parkettbodens ein optimales Ergebnis erzielen zu können.

Neben der Ebenheit des Untergrunds muss dieser ebenfalls von hoher Festigkeit sein, da ansonsten im Anschluss keine einwandfreie Verlegung des Parkettbodens möglich ist, was insbesondere für eine spätere mögliche vollflächige Verklebung von großer Bedeutung ist. Die entsprechende Prüfung der Festigkeit erfolgt durch eine sog. Gitterritzprüfung, wonach der Estrich nicht abkreiden bzw. absanden darf.

Ter Hürne Pure Collection "Risseiche unique weiß A15a" Raumbild Ter Hürne Pure Collection "Risseiche unique weiß A15a"

Um die Feuchtigkeitseindringung in einen Parkettboden verhindern zu können und spätere Schäden am Parkett ausschließen zu können, muss der Unterboden trocken sein. Die Belegreife wird anhand des Restfeuchtegehalts des Estrichs ermittelt. Die Prüfung und die Beurteilung der Belegreife ist Aufgabe des Untergrundlegers und umfasst sowohl die Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum, als auch die Messung der Feuchtigkeit des Untergrundes. Die einzige offiziell anerkannte und vor Gericht zugelassene Vor-Ort-Prüfmethode zur Restfeuchtemessung stellt die CM-Methode dar. Bei der CM-Methode wird eine Feuchtigkeitsprobe des Estrichs entnommen und mit Calciumcarbid in einer Stahlflasche mit Manometer vermischt, wodurch Azethylengas erzeugt wird. Im Anschluss misst man den dadurch entstandenen Manometerdruck und rechnet ihn anhand einer Eichtabelle in CM-% (Einheit für die Restfeuchte) um. Die Werte für die zulässige Restfeuchte betragen dabei beispielsweise bei Zementestrichen mit unbeheizten Bodenkonstruktionen < 2 CM-% und bei Zementestrichen mit beheizten Bodenkonstruktionen < 1,8 CM-%.

Parkett verkleben oder schwimmend verlegen?

Nachdem die Voraussetzungen für den passenden Untergrund erfüllt worden sind, sollten Sie die Vor- und Nachteile der schwimmenden Verlegung mit denen der vollflächigen Verklebung abwägen, um die für Sie sinnvolle Verlegemethode auswählen zu können.

Vorteile einer schwimmenden Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Parkettdielen nicht mit dem Untergrund verbunden, wie es bei der vollflächigen Verklebung der Fall ist, sondern lediglich miteinander verbunden. Das Parkett liegt dementsprechend unbefestigt auf dem Untergrund und „schwimmt“ auf diesem.

Die Verbindung zwischen den einzelnen Parkettdielen ist zwar von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, erfolgt aber in der Regel durch einfache Klicksysteme, wodurch diese Verlegemethode wenig handwerkliches Geschick benötigt und auch für den Laien schnell umzusetzen ist. Nach Abschluss der Verlegearbeiten kann das Parkett auch sofort betreten und der Raum eingerichtet werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, dass das schwimmend verlegte Parkett bei Bedarf wieder aufgenommen oder ausgetauscht werden kann, für den Fall, dass Sie sich doch für einen anderen Bodenbelag umentschieden haben oder den Parkettboden anderswo neu verlegen möchten. Dies ist vor allem ein ausschlaggebender Aspekt, wenn Sie das Parkett in einer Mietwohnung verlegen wollen, da eine rückstandslose Entfernung beim Auszug problemlos möglich ist.

Nachteile einer schwimmenden Verlegung

Schwimmend verlegte Parkettböden haben dafür aber im Vergleich zu verklebten Parkettböden eine geringere Haltbarkeit, da sich Schwingungen des Bodenbelags nicht vermeiden lassen, was auf Dauer insbesondere zu einer höheren Belastung und Materialermüdung der Verbindungsstellen der einzelnen Parkettdielen führt. Hier können im Laufe der Zeit Risse entstehen, durch die Feuchtigkeit in das Parkett eindringen kann. Darüber hinaus ist das Schleifen von schwimmend verlegten Parkettböden aufgrund der dabei vermehrt auftretenden Schwingungen schwieriger.

Der wesentliche Nachteil von schwimmenden Parkettböden sind aber Trittschallgeräusche, die dadurch entstehen, dass der Bodenbelag bei jedem Schritt etwas nachgibt. Um diesen Effekt zu mindern, ist vor der schwimmenden Verlegung des Parketts noch eine Trittschalldämmung, vorzugsweise mit einer kombinierten PE-Folie auszulegen. Die Trittschalldämmung dient hier als Dampfbremse, damit nicht im Nachhinein bei jedem Schritt auf dem verlegten Parkettboden knackende Geräusche auftreten, wohingegen die PE-Folie als Feuchtigkeitssperre fungiert. Bei manchen Fertigparkettprodukten ist die Trittschalldämmung bereits an den einzelnen Parkettdielen befestigt. Während des Verlegens der PE-Folie sollten Sie darauf achten, dass sich die einzelnen Bahnen etwas überlappen und an den Wänden ein Abstand von circa 20 cm übersteht. Außerdem sollten Sie die jeweiligen

Nahtstellen mit doppelseitigem Klebeband verkleben. So gehen Sie sicher, dass sich während des Verlegens nichts verschiebt.

Warum sollten Sie Parkett schwimmend verlegen?

Bei der schwimmenden Verlegung kommt im Gegensatz zu der vollflächigen Verklebung mit dem Untergrund weitestgehend kein Kleber zum Einsatz.

BerryAlloc Majestic "Eiche Country Cappuccino gebürstet mattlack" Raumbild BerryAlloc Majestic "Eiche Country Cappuccino gebürstet mattlack"

Es werden lediglich die einzelnen Parkettdielen durch ein Klicksystem miteinander verbunden, wodurch das Verlegen schnell und auch als Laie ausgeführt werden kann. Sollten Sie Parkett mit einem Nut und Feder System verwenden, können Sie zusätzlich noch die Verbindungsstellen der einzelnen Parkettdielen verleimen, um die Verbindungsstellen zu stabilisieren.

Sollten Sie Parkettboden in einer Mietwohnung verlegen wollen oder aber planen, den Parkettboden nach einiger Zeit wieder zu entfernen bzw. auszutauschen, sollten Sie Parkett am liebsten schwimmend verlegen. Ein schwimmender Parkettboden lässt sich bei Bedarf leicht wieder entfernen. Für Massivparkett eignet sich die schwimmende Verlegung nicht, da diese Parkett verklebt werden sollte. Sollten Sie dagegen aber mehrschichtiges Parkett verwenden, können Sie den Boden schwimmend verlegen.

Vorteile des Verklebens von Parkett

Beim verklebten Parkett gibt es keine Schwingungen und dadurch auch eine wesentlich geringere Geräuschbelastung durch Trittschall als beim schwimmend verlegten Parkett. Ursächlich hierfür ist die feste Verbindung mit dem Untergrund, die dafür sorgt, dass das verklebte Parkett nicht in Schwingungen gerät. Darüber hinaus neigt verklebtes Parkett durch seine feste Verbindung mit dem Untergrund nicht zur Materialermüdung und Fugenbildung bei den Verbindungsstellen der einzelnen Parkettdielen. Dadurch können sich im Laufe der Zeit auch keine Risse bilden, durch die Feuchtigkeit in das Parkett eindringen kann, wonach verklebtes Parkett sehr belastbar ist und eine lange Nutzungsdauer aufweist. Außerdem ist das Schleifen von verklebten Parkettböden einfacher, da hierbei durch die direkte Verbindung mit dem Unterboden im Gegensatz zu dem Schleifen eines schwimmenden Parkettbodens keine Schwingungen auftreten.

Nachteile des Verklebens von Parkett

Verklebtes Parkett erfordert beim Verlegen einen höheren Zeitaufwand und ist dementsprechend kostenintensiver. Sollten darüber hinaus beim Verlegen von verklebtem Parkett Fehler auftreten, ist das Korrigieren dieser schwer oder gar unmöglich, da sich einmal festgeklebte Parkettdielen kaum ohne Beschädigung lösen und wieder neu ausrichten lassen. Das verklebte Parkett ist nach dem Verlegen auch nicht sofort begehbar, da der Klebstoff zunächst aushärten muss, was mindestens 12 Stunden dauert.

Außerdem werden beim Verkleben des Parketts mit dem Untergrund große Mengen an Klebstoff benötigt, was einen weiteren Kostenpunkt darstellt. Während des Verklebens sollte darauf geachtet werden, dass ein Klebstoff ohne Lösungsmittel verwendet wird, um eine optimale Haftung an dem Unterboden gewährleisten zu können. Das Entfernen eines verklebten Parkettbodens ist außerdem sehr aufwändig und des Weiteren kann ein bereits verklebter Parkettboden nicht mehr wiederverwendet werden. Demzufolge ist verklebtes Parkett eindeutig auf die Dauerhaftigkeit und nicht auf die Flexibilität ausgelegt.

Warum sollten Sie Parkett verkleben?

Verklebtes Parkett eignet sich hauptsächlich dann, wenn ein sehr langfristige Nutzung geplant ist, da das Entfernen von verklebtem Parkett wesentlich aufwendiger ist. Für den Fall, dass Sie Parkett in einer Mietwohnung verkleben wollen, sollten Sie unbedingt den Vermieter vorab informieren und um Erlaubnis fragen. Parkett sollten Sie insbesondere dann verkleben, wenn Sie ein kompliziertes Parkettmuster oder eine anspruchsvolle Parkettart verlegen wollen.

Für eine Wohnung mit Kindern oder in stark beanspruchten Räumen ist das Verkleben von Parkettböden die ideale Verlegetechnik. Darüber hinaus sind im Verlegemuster und beim Übergang zu anderen Räumen beim Verkleben in der Regel keine Dehnungsfugen notwendig.

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Wir hoffen, Ihnen einen guten Einblick in die Welt des Verlegens von Parkettböden gegeben zu haben. Falls Sie nach dem Lesen planen, auch Ihren Räumen durch das Verlegen von Parkettböden ein stilvolles Erscheinungsbild zu verleihen, sollten Sie einen Blick in unseren Online-Shop wagen. Dort erwartet Sie eine Fülle an hochwertigen Parkettkollektionen von ausgewählten renommierten Herstellern wie BerryAlloc, ter Hürne oder Weitzer.

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